Hinten! – kackt die Ente!

Soviel Wahrheit in einer kurzen Feststellung. Viele erfolgreiche Unternehmer und Meister alter Schule hatten schon diese weise Voraussicht und ihre Produktion danach geplant. Wichtig ist, was übrig bleibt! Leider hat sich die Konzentration auf das Wesentliche in letzter Zeit geschwächt, und es wird immer öfter der Schlussstrich der Wirtschaftlichkeitsrechnung sofort nach dem Input gezogen. Der Einkauf an Werkzeugen wird centweise nachkalkuliert, das CAM- System darf nichts kosten (ex nihilo nihil fit) und wir arbeiten so, wie wir es immer machten. Na, dann schauen wir mal, was übrig bleibt. Hier liegt der naturwissenschaftliche Wahrheitsgehalt des einleitenden Spruches. Aber wir möchten auf den sprichwörtlichen Teil zurückkommen. Betrachten Sie doch mal Ihr Projekt bis zum Ende! Ein paar Euro mehr für ein Werkzeug, wenn Sie aufgrund höherer Leistungsfähigkeit weniger teure Maschinenlaufzeit oder längere Einsatzzeit erwirtschaften können? Eine CAM- Software, die neue, wirtschaftlichere Möglichkeiten von Bearbeitungsstrategien anbietet, die auch den Support von erfahrenen Anwendern beinhaltet? Ein neues Werkzeugsystem, das in der Anschaffung etwas teurer, aber in der Anwendung umfassender, vielseitiger und auf die Dauer gesehen wirtschaftlicher ist? Bei objektiver Betrachtung bis zum Schluss und befreit von den Scheuklappen des Gewohnten und der Fokussierung auf das Billigste stellt man dann fest, das sich die Goldwaage auf Seite des Outputs senkt. Wie gesagt, auf „Hinten“ oder auf „Das, was übrig bleibt!“ muss der Blick gerichtet sein.
(Für die humorvolle Einleitung und gut recherchierten Beobachtung bedanken wir uns bei unserem naturwissenschaftlich passionierten Kollegen Uli Greweling)